Hundelobby Krefeld IG

Leserbriefe

Mai 2010


Guten Tag,

nachdem ich gestern an der Hundewiese ein nettes Gespräch mit Herrn Maintz hatte, bzgl. der Löcher, die von den Hunden dort gebuddelt und von den Hundebesitzern "geduldet" werden, hätte ich eine grundsätzliche Anregung für ein freundliches Hinweisschild an den Freilaufflächen, auch dort bestimmte Dinge zu beachten:

Entwurf :

Liebe Hundebesitzer, dies ist eine Freilauffläche für unsere Hunde.
Das heißt aber trotzdem, dass wir, im Interesse aller - der Hunde und deren Besitzer - auf gewisse Dinge achten sollten.
So sollten wir grundsätzlich unsere Hunde davon abhalten, Löcher zu buddeln. Das ist nicht nur für uns Menschen äußerst gefährlich - verstauchte Knöchel oder sogar Brüche  - sondern kann auch bei Hunden zu schwersten Verletzungen führen, wenn sie im Spiel dort hängenbleiben.
Auch soll die Freilauffläche nicht als öffentliches Hundeklo missverstanden werden.
Soweit irgendwie möglich sollten wir auch hier die Hinterlassenschaften unserer Lieblinge umgehend entsorgen.
Bei wildem Spiel passiert es leider immer wieder, dass ein Hund sich durch - evtl. sogar seine eigene - Scheisse wälzt, und das mag sicherlich keiner gerne von uns.
Und auch das Füttern bzw. Leckerli verteilen an fremde Hunde, sollte nur nach entsprechendem Einverständnis der Hundebesitzer erfolgen.Wenn wir uns alle hieran halten, haben wir alle auch noch mehr Spaß, uns hier zu treffen und unsere Hunde miteinander spielen zu lassen.
Wie gesagt, ist nur mal eine Anregung.
 

 

Beste Grüße 
Bernd Kauert und Eddie

 

 

 

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August 2008

Sehr geehrtes Hundelobby-Team,
ich möchte mich nochmals recht herzlich für Ihren Einsatz bezüglich der Hummelwiese bedanken.
Ich glaube im Namen aller ( naja, jedenfalls der meisten Hundehalter - alle kann man ja leider nicht belehren) sprechen zu können, dass wir die Stellung von Kotbehältern begrüßen und damit einen erheblichen Beitrag zur "sauberen" Hummelwiese leisten können.

Nochmals vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen
Kathrin Spönemann

 

9. Juli 2007

Liebe Mitglieder der Hundelobby,

ich möchte Euch gerne ein großes Kompliment für Eure Arbeit machen.
Insbesondere finde ich es gut, dass Ihr versucht, die Probleme objektiv anzugehen, und dass die unterschiedlichen Interessen auf Eurer Homepage ausreichend zu Worte kommen können. Es gibt objektive Probleme und Fehlverhalten auf mehreren Seiten, sicherlich auch Wesensprobleme bei Hunden und oft auch bei den Hundebesitzern. Es ist sehr wichtig, dass
man die unterschiedlichen Standpunkte darstellt und thematisiert, um Vorurteile und Streitigkeiten von der persönlichen auf die sachliche Ebene und somit zu einer Lösung zu bringen, auch wenn dies ein langer und mühsamer Weg ist und bleiben wird.

Zwei wesentliche Gründe für auftretenden Probleme sind aus meiner Sicht:
- Unzureichende Sachkunde
- Fehlende Rücksichtnahme / unzureichender Respekt voreinander

Unwissenheit und Fehleinschätzungen gibt es bei vielen Hundebesitzer, aber auch bei ängstlichen oder unvorsichtigen Eltern/Kinder und man hat den Eindruck, dass auch bei einigen Entscheidungen der Ordnungsämter die Sachkunde der Entscheider und Verhältnis- mäßigkeit der Ordnungsstrafen nicht oder nur schwer zu erkennen ist. Aber Ordnungsstrafen für belästigenden Hundekot müssen angemessen sein, sonst sind sie zwar nicht rechtlich, aber moralisch Unrecht und tragen damit zur weiteren Eskalation bei.

Besonders wichtig ist mir neben der Rücksichtnahme auf Kinder, Jogger, Radfahrer, Waldtiere etc. insbesondere die Sachkunde der Hundebesitzer und die Erziehung/Schulung der Hunde. Ich halte es für richtig, wenn Hundebesitzer Ihre Sachkunde nachweisen müssen. Sicher ist es auch wichtig, Hunden, die durch den obligatorischen Wesenstest fallen, oder
auffälligen Besitzern entsprechende Auflagen zu machen. Ein Hund sollte nur dort frei laufen, wo er andere nicht gefährdet und er selbst nicht gefährdet wird. Aber wie die meisten Tiere brauchen insbesondere Hunde ausreichend Auslauf, sonst kann aus dem liebsten und gutmütigsten Hund ein Problemfall werden. Hat ein Hund genügend geeigneten Auslauf (und keinen geh-faulen und rücksichtslosen Besitzer), dann braucht er sein Geschäft nicht auf Wegen, in Vorgärten oder Grünflächen in Parks zu machen. Deshalb ist es auch im Interesse der Nicht-Hundefreunde, dass hierfür genug Möglichkeit geboten werden:
Je restriktiver eine Stadt- oder Gemeindeverwaltung sich diesbezüglich in eigentlich geeigneten Gebieten verhält, desto größer werden die Probleme für alle Beteiligten werden. Darüber müssen sich alle im klaren sein. Und die "Hundefeinde" seien nochmals daran erinnert, welche wichtige soziale Bedeutung oft Hunde für uns Menschen haben:
Insbesondere als oft sogar einziger Kontakt für einsame oder kranke Menschen (und das kann jedem ganz schnell passieren), aber auch bei der Erziehung von Kindern oder als Ausgleich für gestresste Arbeitnehmer und Eltern.

Nochmals vielen Dank für Euer ehrenamtliches Engagement!

Klaus Lepper


Krefeld, 04.07.2007

Liebe Frau Gottschalk,
liebe Angelika,

es ist sehr nett von Ihnen eine E-Mail zu bekommen und natürlich weiß ich auch wer Sie sind mit Philip und Jenny.

Mein Mann antwortet Ihnen, denn ich habe noch nicht gelernt einen Brief in Deutsch zu schreiben. Ich kann zwar inzwischen recht gut lesen, aber schreiben ist doch noch etwas anderes.  So, Werner wird die Übersetzung für mich besorgen.

 Ich bin nicht oft am PC und so glaubte ich von Anbeginn schon ein Mitglied der Hundelobby zu sein. Ich bin froh, dass Sie das jetzt bestätigt haben und ich so meine Interessen vertreten finde bezüglich der für mich schrecklichen Gesetze hier in Deutschland, welche die Regierung erlassen hat um jeden, der einen Hund besitzt, zu bestrafen, einzuschüchtern und zu diskriminieren.

Vielleicht können Sie mich weiterhin mit E-Mail-Nachrichten versorgen über entsprechende Neuigkeiten. Mir gefällt Ihre Web-Seite sehr und ich ziehe meinen Hut davor und vor allen, die daran arbeiten und gearbeitet haben. Meine Frage dazu ist: gibt es einen Mitgliedsbeitrag?  Bitte lassen Sie es mich wissen.

Wir beabsichtigen beim nächsten Lobbymeeting zugegen zu sein und ich freue mich über die gemachten Fortschritte; und wie Hanna Rolef sagte: es braucht Zeit.

Ich habe in meinem Leben sechs Hunde großgezogen und alle hatten ein volles langes Leben mit mir verbracht bis zu ihrem Ende. Ich wusste immer zu entscheiden, wann mein Hund freilaufen sollte und ich betrachte es als mein Recht zu bestimmen, wenn es vernünftig ist es zu tun. 10 Minuten freies Laufen ersetzen 30 Minuten an der Leine und es macht uns alle unglücklich, wenn unser Hund nicht verstehen kann, warum es verboten ist frei zu laufen im Park; besonders die  jungen. Es ist hart und ich empfinde es so hart nach dem Gesetz. Ich bin sicher, wir alle fühlen dasselbe.

Vielen dank für diesen Kontakt mit der Hundelobby.  Ich bin sicher, wir werden uns bald wieder treffen. Streicheln Sie Philip und Jenny.

Mit besten Grüßen
Rita Poersch

Krefeld, 20.05.2007

Hallo Angelika,

gerne könnt ihr nun meine Zuschrift bzgl. Leinenpflicht am E-See auf Eurer HP veröffentlichen. Ich habe am Samstag einen Ordnungsbescheid bekommen, indem das falsche Tatdatum aufgeführt ist (08.03.2007 statt 09.03.2007). Weiterhin werde ich unwahrheitsgemäß beschuldigt, dass ich uneinsichtig war, was das anleinen meiner Hunde betrifft. Das ist schlichtweg gelogen, denn bevor ich bei den Herren vom Ordnungsamt ankam, waren meine beiden Hunden schon wieder angeleint. Ich werde Beschwerde gegen diesen Bescheid einlegen und mich zusätzlich bei der Stadtdirektorin Zielke über das Vorgehen der Ordnungskräfte, besonders des Herrn Hein, beschweren. Das ist ja schon Willkür. Gerne halte ich euch weiterhin auf dem Laufenden und freue mich auf euer nächstes Treffen, zu dem ich gerne kommen würde.

Liebe Grüße,
Tanja Bützer

Hier der Brief von Frau Bützer vom 10.03.2007

Hallo zusammen,
ich hatte gestern am Elfrather See eine unangenehme Begegnung mit Herrn Hein vom Ordnungsamt Krefeld. Dieser Herr hat sich mir und zwei weiteren Hundehalterinnen so aggressiv und "auf Krawall gebürstet" verhalten, dass es uns echt die Sprache verschlagen hat. Ich bin jetzt seit sechs Jahres beim Ordnungsamt als Hundehalter gemeldet und hatte noch nie Probleme mit dem Ordnungsamt, aber dieser Herr Hein hat uns wie Schwerstverbrecher behandelt, weil unser Hunde auf einem Teilstück nicht angeleint waren. Bevor wir bei den Herren vom Ordnungsamt ankamen, waren unsere Hunde bereits wieder angeleint.

Ich hätte gerne mal gewusst, ob andere Hundehalter sich ebenfalls schon einmal über das Verhalten speziell von diesem Herrn Hein bei der Hunde Lobby beschwert haben. Der andere Kollege der dabei war, war sehr ruhig und hat mir meine Fragen freundlich beantwortet. Herr Hein allerdings hat nur aggressiv und in einem Kommando-Ton mit uns gesprochen. Ich frage mich, ob man sich so etwas gefallen lassen muss. Von einem Vertreter der Stadt Krefeld kann man doch wohl eine angemessenere Behandlung erwarten.

Das war wie gesagt, das erste Mal, dass ich vom Ordnungsamt angesprochen wurde, dass meine Hunde nicht frei laufen dürften und meine Personalien aufgenommen würden. Ich gehe auch sonst nie am Elfrather See spazieren. Welche Geldbuße erwartet mich bei einem Erstvergehen? Und muss ich das doppelte zahlen, weil ich zwei Hunde (beide Labrador) besitze und ohne Leine ausgeführt habe?

Beste Grüße aus Krefeld-Oppum,
Tanja Bützer mit Kira & Duke

 

Krefeld, 04.April.2007

 Hallo Frau Gottschalk, hallo Frau Rolef,

 Ganz kurz in eigener Sache: Gestern war vor dem Amtsgericht erste Verhandlung zu den Vorfällen 2 - 5 zum Thema "Basco ohne Leine in Krefelder Parks": Der Richter hat sich zu der Preisstaffel € 20,00 / 30,00 / 40,00 / 50,00 durchgerungen (also auch hier ein deutlicher Rabatt zur ursprünglichen Forderung € 250,00 - und die war ja schon ein Schnäppchen...). Ich werde dies dankend annehmen und damit über 3 Jahre Rechtsstreit mit der Stadt Krefeld beenden. In der Sache an sich bewegt das Gericht sich nicht, d.h. die Anleinpflicht wird als über allem stehender Fakt dargestellt - Einwände zur artgerechten Hundehaltung werden glatt abgeschmettert.

 Dies ändert allerdings meine grundsätzliche Einstellung nicht - und so wird Freund Basco auch weiterhin so viel wie nur irgend möglich frei laufen dürfen. Meine Ansicht dazu geht auch weit über die Ziele der Hundelobby Krefeld hinaus. In Zukunft muss man halt immer einen € 20,00-Schein dabei haben... 

Viele Grüße Werner Holtkamp  


                                                                                                                  Krefeld,30. Januar 2007

Sehr geehrte Frau Gottschalk,

wir werden versuchen zu Ihrem Treffen zu kommen. Wir wohnen im Nordbezirk, wo es für Hundehalter keine offizielle Möglichkeit gibt die Hunde ohne Leine laufen zu lassen. Die Hundefreilaufwiesen Dahlerdyk sind viel zu gefährlich. Wenn die Hunde toben, kennen sie keine Straßen! Außerdem sind die Wiesen für viele Hundebesitzer auch zu weit. Also bleibt uns Hundehaltern im Nordbezirk nur die Möglichkeit jeden Tag das Risiko einzugehen eine Strafe zu kassieren damit unsere Hunde ohne Leine im Park spielen und laufen können. Dann haben wir auch zufriedene und glückliche Hunde. Dafür riskieren wir gern eine Geldbuße. Es wurde übrigens schon mehrfach beim Ordnungsamt angeregt, die Krefelder Parks in den Morgen-, sowie in den Abendstunden für die Hunde freizugeben. Leider ohne Erfolg.

Grüße V.O.

                                                                                                                   Krefeld, 21.Januar 2007

Sehr geehrte Frau Gottschalk,
ich möchte etwas zur Diskussion hinzufügen und beitragen.

Ich bin vor einiger Zeit nach fast zweijährigem Aufenthalt in Oberbayern wieder in meine Heimatstadt Krefeld zurückgekehrt.
Aus Hundehaltersicht muss ich dem bei uns als „konservativ“ geltenden Bayern ein dickes Lob aussprechen, denn in über 95% aller Gemeinden des Freistaats ist ein genereller Leinenzwang vollkommen unbekannt.
So kommt es, dass man sich beispielsweise in München, bis auf einige Verbotsflächen, auf denen auch das Betreten für den Menschen verboten ist, mit seinem Hund vollkommen frei durch Stadt, Flur und Fauna bewegen kann, friedlich und angstfrei mit Spaziergängern, Joggern, Radfahrern, Familien mit Kindern und auch dem Wild. Ja, selbst das Bummeln durch die Innenstadt ist ohne Leine möglich. 
Und selbst dort, wo es laut Beschilderung offenbar verboten scheint seinen Hund frei laufen zu lassen (beispielsweise im Englischen Garten), interessiert es niemanden, auch nicht den Ordnungsdienst, wenn der Hund frei spielt und tollt. 
Macht sich da etwa die bayerische Gelassenheit über den rheinischen Frohsinn lustig? 
Nach diesen Erfahrungen kann ich die Aufregung, ja Hysterie, über den freilaufenden Hund in NRW in keiner Weise mehr nachvollziehen. 
Eines muss ich jedoch zugeben, den oft zitierten „Anlagenhund“ habe ich in Bayern nicht ein einziges Mal bewusst gesehen. – Woran dieses auch immer liegen mag.

Frank Wiemes
47804 Krefeld

                                                                                                                             Krefeld, 16.01.2007

Gefragt nach dem Grund warum Hundehalter für den Leinenzwang sind, ist doch 100% mit einem Satz zu beantworten: 
Der Neid es selbst nicht (durch eine schlechte Erziehung) zu können. Punkt.
Ulrike Broich
47839 Krefeld


                                                                                                                        
Krefeld, 15.01.2007

Sehr geehrte Damen und Herren,  
ich möchte mich Ihnen kurz vorstellen: unser Kleiner Münsterländer Basco und ich, Werner Holtkamp, sind die Hauptprotagonisten in dem von Ihnen zitierten Rechtsstreit / endgültigen Urteil des OLG Düsseldorf.

 Die Auskünfte des von Ihnen zitierten Herrn Baumeister – Sprecher der Stadt Krefeld – müssen an dieser Stelle gerade gerückt werden, da sie vermutlich mangels ausreichender Detailkenntnis die Dimension des Urteils verfälschen. Das Urteil des Amtsgerichtes Krefeld aus Juli 2006 bezog sich einzig und allein auf den Status „Unangeleint“ unseres Hundes beim Vorfall in 2003 (der dem Prozess zugrunde lag). Die seinerzeit ebenfalls monierte Nicht-Registrierung per Chip wurde Anfang 2005 nachgeholt. Die Essenz ist also, dass die EUR 250,00 vom Amtsgericht Krefeld festgesetzt wurden als alleinstehendes Bußgeld für das unangeleinte Ausführen unseres Hundes.

 Ich betrachte das vorliegende Urteil des OLG Düsseldorf allerdings nur als Teilerfolg; denn es ändert zunächst nichts an der eigentlichen Problematik, dass in Krefelder Grünflächen schlicht und ergreifend ein artgerechtes Ausführen von Hunden seit Inkrafttreten und Umsetzung der Hundeverordnung nicht mehr möglich ist. Verantwortungsvolle Hundehalter (und das ist die überwältigende Mehrzahl aller Hundehalter) suchen das Miteinander mit den „hundelosen“ Bürgern. Auf ängstliche Bürger z.B. nimmt man Rücksicht durch Anleinen oder Wegführens des Hundes; viele Bürger suchen aber auch den Kontakt zum ihnen entgegenkommenden Hund. Man nimmt gewissermaßen gegenseitig Witterung auf. Nach nunmehr 12 Jahren mit unserem Basco darf ich sagen, dass das positive Echo auf unseren Hund total überwiegt. Auch viele „hundelose“ Bürger verstehen nur zu gut, dass die ausgewiesenen Hundeflächen in keinster Weise ein auch nur halbwegs artgerechtes Hundehalten ermöglichen.

 Wie in allen Bereichen des menschlichen Daseins gibt es auch unter den Hundhaltern Randgruppen, die Probleme aufwerfen – dies ist unbestritten und man muss etwas dagegen tun (Stichwort Hundeführerschein). Dafür aber alle Hunde an die Leine zu zwingen – das produziert nur eine zusätzliche Anzahl an unausgelasteten, unzufriedenen Hunden, die sich aufstauende Energie dann vielleicht an falscher Stelle herauslassen. Hierzu gibt es tierpsychologische Abhandlungen, die das viel besser darlegen, als ich es hier vermag.

Vor Augen halten sollten wir alle uns, dass der Hund das einzige Bindeglied zwischen Mensch und Natur ist, mit dem gemeinsam sich der Mensch frei auf dieser Welt bewegen kann. Alle anderen Tiere sind entweder - Gott sei Dank - überhaupt nicht zu domestizieren oder man hält sie sich als Haustier im wahrsten Sinn des Wortes (z.B. Vögel, Katzen, Kaninchen). Die einzigartige Partnerschaft Mensch – Hund ist ein absolut hohes Gut, das mit Füßen zu treten unsere Generation reiflich überdenken sollte.

 Diese Email versende ich in Kopie an die Hundelobby Krefeld; wir werden gemeinsam dafür eintreten, das Pendel wieder zu Gunsten eines positiven und entspannten Verhältnisses Mensch – Hund zurückschlagen zu lassen. Dies kann sich nicht nur auf die Region Krefeld beschränken – die Problematik stellt sich landesweit gleich dar. Über eine weitere ausführliche Berichterstattung Ihrer Zeitung zu diesem Thema würde ich mich sehr freuen!

Freundliche Grüße
Werner Holtkamp
 

 Krefeld, 11.01.2007
Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne möchte ich – als Mitbesitzer des besterzogenen Hundes meiner Tochter – meine Ansicht zu dem Vorfall dieser Tage abgeben:
Das Landeshundegesetz / die Landeshundeverordnung war ein affekthafter Schnellschuss, nachdem einige der wie überall vorhandenen „Schwarzen Schafe“ mit Ihren Hunden kriminellen Schaden angerichtet haben. Seitdem unterliegen alle Hunde ohne vernünftige Abwägung, d.h. über einen Kamm geschoren, dem Leinenzwang. 
Der dringende Ruf nach ARTGERECHTER TIERHALTUNG besonders durch Tierschutzverbände ist – Gott sei Dank - in den Köpfen einer breiten Bevölkerung angekommen und auf Einsicht gestoßen. Warum nicht in den Köpfen der Gesetz- und Verordnungsgeber hinsichtlich des verallgemeinerten Leinenzwanges für Hunde? Ein Hundeleben an der Leine ist einfach nicht artgerecht. 
Glücklicherweise gibt es inzwischen sehr lobenswerte Gruppen wie die HUNDELOBBY KREFELD IG, die sich zielgerichtet in der richtigen Weise für vernünftige Regelungen im Umgang mit dem „Leinenzwang“ bemühen. 
Ich kenne aus eigener Erfahrung nicht die Praxis oder Philosophie der Ordnungshüter der Stadt Krefeld, die die Aufgabe wahrnehmen, der Hundeverordnung Genüge zu tun. Ich hoffe jedoch davon ausgehen zu können, dass diese Beauftragten nicht sturheil und unbesehen jeden Hundebesitzer mit nicht angeleintem Hund per horrenden Preisen zur Kasse bitten. Denn es ist doch sehr leicht zu beobachten, wie ein Hund auch ohne Leine geführt wird und sich ein solcher Spaziergang gestaltet. Die meisten Hundebesitzer haben den Ernst der Lage längst erkannt und handelten danach, indem sie ihre Hunde entsprechend erzogen haben oder erziehen ließen. So sind jeden Tag viele Hundeführer mit ihren unangeleinten Lieblingen zu beobachten, die weder Kinder noch Radfahrer oder Jogger anfallen, sondern genüsslich-selbstvergessen in Reichweite von Frauchen oder Herrchen ihres Weges ziehen, aber nach Bedarf aufs Wort hören: “ kommen, bei Fuß gehen, Halt- Sitz- oder Platzmachen“. So erfreut sich auch der zusehende Außenstehende an einer artgerechten Tierhaltung.

 Dies könnten auch die sogenannten Ordnungshüter sehen und erkennen, bevor Sie „pauschal“ zuschlagen. Sicherlich kann man auch zwischen den Zeilen des Gesetzes lesen, ein Auge zudrücken oder einfach keine Ordnungswidrigkeit erkannt haben. Selbstverständlich sollte das genau so möglich sein, wie es dringend erforderlich und nachvollziehbar ist, die „schwarzen Schafe“ unter den Hundehaltern zu bestrafen, die unbelehrbar zu sein scheinen. Das wäre aber leider nicht nur deren Problem, vielmehr bringen sie u.U. auch die mit in  Verruf, die sich anerkennenswert und erfolgreich um einen disziplinierten, ärgerlosen Auftritt mit ihren Hunden in der Öffentlichkeit bemühen.  

Mit freundlichen Grüßen
Malthe Warstat
Dipl. Ing. agr. Dr. Malthe Warstat


                                                                                                                                         
Krefeld, 11.12.06
Abfalleimer
Hallo, ich finde es gut, dass sich in Krefeld etwas bewegt. Allerdings gibt es leider immer noch zu viele Halter, die sich auch nicht korrekt verhalten. Hundehaufen auf Wegen müssen einfach nicht sein. Das ärgert selbst mich als Hundehalter. Auch sind die meisten Hunde einfach nicht erzogen. Unser Hund hat erfolgreich die Begleithundeprüfung absolviert und der Erfolg daraus lässt sich an vielen positiven Kommentaren von Spaziergängern erkennen, die loben, wie gehorsam unser Hund ist. Ich rufe unseren Hund immer "Bei Fuß", wenn Leute oder Radfahrer kommen. Insbesondere bei Kindern. Das ganze Leben ist doch mit einem gehorsamen und gut erzogenen Hund und gegenseitiger Rücksichtsnahme entspannter. Außerdem hat die Ausbildung dem Hund und mir großen Spaß gemacht. Statt absoluten Leinenzwang sollte besser die Einführung eines Zwangs zum Besuch einer Hundeschule erfolgen. Das wäre nicht nur für die meisten Hunde besser, sondern eine große Zahl von Haltern würde endlich lernen ihren Hund richtig zu verstehen.
Nun aber zum eigentlichen Thema: Ich und einige andere Leute haben es durch mehrfaches Anrufen und Bitten geschafft, dass auf dem Spazierweg  zwischen ... und ....  Abfalleimer aufgestellt werden. (Anmerkung der IG: Die Lage des Weges wollen wir hier aus verständlichen Gründen nicht nennen, weil er bisher noch nicht, oder nur ganz selten, von den Ordnungskräften kontrolliert wird).  Zufällig kam ich vorbei als die Eimer installiert wurden. Der Verantwortliche (Name ist mir nicht bekannt) war dabei. Auf meine Frage: warum denn nur zwei auf dem langen Weg aufgestellt würden, bekam ich die Antwort, dass sich dies aus Erfahrung sowieso nicht lohnen würde. Die Abfalleimer würden sowieso nicht benutzt. Aber dies war ein großer Irrtum. Der Weg ist insgesamt viel sauberer und die Hundehalter haben nun auch endlich eine Möglichkeit, ihre Kotbeutel zu entsorgen. Allerdings haben wir auf diesem Weg auch sehr große Probleme mit den Elstern und Raben. Hier würden sich die speziellen Abfalleimer (die ich persönlich leider nicht kenne) lohnen. Außerdem wären viele Hundehalter dankbar, wenn auch in Oppum eine Freilauffläche für Hunde eingerichtet würde. 
In der Hoffnung, dass sich beim absoluten Leinenzwang hoffentlich bald etwas von Regierungsseite tut und auf gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis zwischen Hundehaltern und Nichthundehaltern verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Iris Junk